Franchise Hockey Manager 4 Review – PC Test


Heiß auf Eis

Am 4. Oktober startete die NHL in die neue Saison. Über 1200 Spiele werden absolviert werden.

Um das noch ein wenig zu ergänzen, erschien zwei Tage nach Saisonstart der Franchise Hockey Manager 4 aus dem Hause „Out of the Park Developments“

Informierte sportbegeisterte Manager-Fans werden nun direkt innerlich leicht aufschreien und eine Verbindung zu der „Out of the Park“ Baseball Manager Reihe herstellen.

Und das auch vollkommen berechtigt. Das deutsche Entwicklerteam mit Sitz in Hollern-Twielenfleth wagt sich mit der FHM Reihe nun schon zum 5. mal an einen Eishockey Manager.

Die Reihe hat Fans auf der ganzen Welt. Kann der neue Teil auch bei Euch das Eis zum Schmelzen bringen?

 

Der Start

Beim ersten Start des Spiels sprang mir natürlich zu Erst der „News Historical Game“ Modus ins Auge. Wie auch schon bei der Baseball Manager Reihe, haben sich die Entwickler auch bei der Eishockey Variante die Mühe gemacht einen Modus einzupflegen, der es Euch erlaubt einen Spielstand zu erstellen der frühestens ab 1917 spielbar ist.

Wer also keine Lust hat mit den Vegas Golden Knights zu spielen, kann ja zum Beispiel gerne mal 1917 starten und sich für entweder für die Montreal Canadians, die Toronto Arenas, die Ottawa Senators oder die Wanderers aus Montreal entscheiden. Die echten Spielernamen der damaligen Zeit sind natürlich im Spiel enthalten. Joe Malone geht da als damaliger Top Torschütze gerne für Euch seiner Hauptberufung nach, solltet Ihr Euch für die Canadiens entscheiden.

Wenn 1917 Euch nun nicht so reizt, könnte ein Spielstand ab 1984 vielleicht mehr reizen. Wieso nicht mal die absolute Legende schlechthin trainieren? Also schnell die Edmonton Oilers wählen und „The Great One“ Wayne Gretzky steht Euch zur Verfügung

Auf echte Spielerbilder muss man allerdings leider verzichten. Das Spiel ist allerdings Steam Workshop freundlich und es ist nicht vollkommen auszuschließen, dass es neben den schon jetzt verfügbaren Logos und Jerseys, nicht auch irgendwann noch mal von der Community erstellte Spielerbilder geben wird.

 

Die DEL

In meinem ersten Test erstellte ich am Anfang (natürlich) direkt mal einen Speicherstand wo ich meine Karriere in Deutschland starten wollte. Leider erhielten die Entwickler anscheinend nicht die DEL Lizenzen und so wurden aus den Kölner Haien, die Kölner Wale.

Was aber gar nicht so dramatisch ist. Wer nämlich auf die echten deutschen Namen nicht verzichten will, hat die Möglichkeit per Ingame Editor die Teamnamen zu verändern.

Am Ende fehlen dann zwar noch die echten Vereinswappen der deutschen Teams, aber da wird es sicherlich in Zukunft noch Userfiles im Workshop für geben.

Startet man einen Spielstand im Jahr 2017, kann man übrigens Teams aus 24 spielbaren Ländern weltweit wählen. Bedenkt bitte, dass mehr spielbare Ligen auch etwas mehr Performance verlangen.

Die Kölner Wale sagten mir nicht so sehr zu und so entschied ich mich dazu eine Karriere mit den Detroit Red Wings zu beginnen.

 

Challenge Modus

Man entscheidet sich vor dem Spielstart noch dafür ob man im Challenge Modus spielen will oder nicht. Entscheidet man sich für den Herausforderungsmodus, so hat man keinen Zugriff auf den Ingame Player Editor, kann die Regeln der Ligen nicht verändern, verzichtet auf Eingriffe bei den KI Teams und kann auch keine größeren Zeitabstände simulieren (außer in der Off Season). Dafür werden die erzielten Erfolge in Eurem FHM Profil gespeichert und man kann diese mit Spielern auf der ganzen Welt vergleichen.

 

Frontoffice

Ich entschied mich für den Challenge Modus und für die Rolle des GM’s und des Headcoaches und landete direkt im Frontoffice der Red Wings.

Mir wurde vom Teambesitzer die Zielvorgabe mitgeteilt, einen Rebuild zu vollziehen.

Perfekt also für meine bevorzugte Spielweise.

Das Menü war für mich sehr gewöhnungsbedürftig. Es kommte mir sehr verschachtelt vor und ermöglicht meiner Meinung nach keinen direkten Zugriff auf die wichtigen Dinge die ich einstellen wollte. Man braucht also schon einige Minuten um sich zurechtzufinden.

 

Taktisches Vorgehen

Was mir persönlich dagegen sehr gefiel war die Möglichkeit bei der Taktikauswahl.

Hier kann man als Coach vorgefertigte Taktiken für die Defensive und Offensive wählen.

Allerdings auf eine Weise wie ich sie bisher in keinem anderen Managerspiel erlebt habe.

16 Offensiv Taktiken wurden mir angeboten. Torpedo Attack, das Brooks System, Firewagon Hockey sowie die Flexible Triangle sind nur einige davon. Jede Taktik wird mit einem Erklärungstext unterlegt. Und das ganze auch dann noch für die Defensive.

Weitere unabhängige Einstellungen der Taktik sind aber natürlich ebenfalls noch möglich.

Insgesamt gesehen haben mich die taktischen Einstellungen nicht überfordert, vermittelten aber dennoch das Gefühl, dass man sich von anderen Teams unterscheiden kann.

Die Balance zwischen unfassbarer Spieltiefe und das ganze dennoch halbwegs einsteigerfreundlich zu gestalten ist definitiv vorhanden. So kann man bei diversen Entscheidungen einfach die Co-Trainer entscheiden lassen und sich auf eigene Stärken zu fokussieren. Früher oder später reißt man das Vereinsgeschehen automatisch immer mehr an sich weil man mit der Zeit immer besser ins Spiel findet.

 

Darstellung der Spiele

Was mir überhaupt nicht gefällt ist die Spieldarstellung. Hat man erst einmal alle taktischen Dinge eingestellt und sich für ein Lineup entschieden, möchte man dann ja auch irgendwann mal sehen wie sich das alles in den Spielen auswirkt. Man startet also das erste Spiel und stellt fest, dass es lediglich einen Textmodus gibt. Untermauert mit einigen Bildern die darstellen sollten wo sich die Scheibe grad befindet. Ich habe eigentlich nichts gegen so einen Modus.

Vergleiche ich die Umsetzung vom Eastside Hockey Manager allerdings mit dem vom Franchise Hockey Manager, so bin ich schon sehr enttäuscht. So richtig mitgerissen hat mich das leider überhaupt nicht. Möglicherweise muss und kann man sich aber daran gewöhnen und genießt die anderen Möglichkeiten die das Spiel bietet.

Das Spiel ist für PC und Mac erschienen und kann über Steam erworben werden.

Beachtet bitte, dass das Spiel ausschließlich in englisch spielbar ist. Schade eigentlich, dass das fleißige Entwicklerstudio auch bei diesem Manager darauf verzichtet eine deutsche Sprache einzubauen. Es gibt viele deutsche Eishockey Fans die auf einen richtig guten Manager warten und sich durch die englische Sprache vielleicht abschrecken lassen.

Dafür erhaltet Ihr aber immerhin ein Spiel wo Ihr nicht auf die echten NHL Lizenzen verzichten müsst. Natürlich sind auch die Vegas Golden Knights enthalten.

 

Systemvoraussetzungen:

Minimum

  • Betriebssystem:XP, Vista, Windows 7, Windows 8.x, Windows 10
  • Prozessor:1 GHz
  • Arbeitsspeicher:4 GB RAM
  • Grafik: 1280×768 display (minimum-sized display requires fullscreen mode)
  • Speicherplatz:6 GB verfügbarer Speicherplatz

 

PRÄSENTATION4.2
GAMEPLAY6.6
UMFANG8.3
FUN7
Erfahrene Eishockey Fans werden es sicherlich einfacher haben in das Spiel rein zu finden als Neulinge. Allerdings sollten es auch komplette Rookies schaffen sich nach wenig Zeit für das Spiel zu begeistern. Die Balance stimmt da einfach. Hat man sich mit dem Menü sowie die Darstellung der Spiele abgefunden, wird man meiner Meinung nach definitiv einige intensive Spielstunden mit dem Franchise Hockey Manager 4 verbringen können. Dass das Spiel nicht auf deutsch spielbar ist, kann verständlicherweise abschrecken. Fairerweise muss man aber auch sagen, dass man viele Begriffe aus dem Eishockey ja eh kennt und diese keiner Übersetzung benötigen. Trotzdem gibt es selbstverständlich einige Texte (Mails etc.) wo man mit seinem eingerosteten Schulenglisch ab und zu mal ins stottern kommen kann. Durch den Translator jagen kann da helfen und man erahnt schnell was zum Beispiel der Teameigentümer möchte. Für Leute die gerne Sportmanager Spiele spielen und eine Affinität zum Eishockey haben, kann ich bedenkenlos eine Empfehlung aussprechen. Einsteiger werden es wie erwähnt, schwerer haben, sollten aber auch früher oder später auf Ihre Kosten kommen.
6.5

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André

Vom Fußball über Tennis hin zum Basketball. Bis die Knie nicht mehr richtig mitspielten. Im Sommer kann man ihn zwar noch hier und da auf den Freiplätzen der Stadt Dortmund betrachten, immer öfter allerdings wird der Spielort ins heimische Wohnzimmer verlegt. Gerne auch mal im Hoeschpark zu Gast um seine Dortmund Wanderers anzufeuern. Bei Youtube als GoddyLP aktiv.

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